Bedingungsloses Grundeinkommen als Antwort auf die Altersarmut

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist keine Sozialleistung, sondern ein Menschenrecht nach dem Grundgesetz. Manchmal werde ich gefragt, wie das Grundeinkommen finanziert werden soll. Dafür gibt es verschiedene Modelle, die das volkswirtschaftlich aufzeigen. Eigentlich also kein Problem.

Vielmehr stellt sich die Frage, wie denn das bestehende System bezahlt werden soll. Bisher konnte keiner glaubhaft aufzeigen, wie die gesetzliche Rente in der Zukunft noch die Existenz sichern soll. Der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr. Demographie und der Renteneintritt der Babyboomer werden das Rentensystem zum Einsturz bringen. Die heute Jungen machen sich darüber schon gar keine Illusionen mehr. Selbst mit Vollbeschäftigung wäre bei sinkendem Lohnniveau, immer weniger erwerbsfähiger Bevölkerung und immer mehr Rentenbeziehern ein Festhalten am Bestehenden ein sicherer Weg in die Altersarmut für sehr große Teile der Bevölkerung.

Ein Grundeinkommen versetzt uns nicht zurück in die 70er Jahre der BRD, aber es verhindert Schlimmeres. Schon heute gibt es viele alte und kranke Rentenbezieher, die davon ihre Existenz nicht sichern können und die Pfandflaschen sammeln oder unter fragwürdigen Bedingungen im Altenheim ihr Dasein fristen. Das ist einer entwickelten Gesellschaft nicht würdig.

Natürlich gibt es auch noch die anderen Rentner, die die ihren „wohlverdienten“ Lebensabend zwischen Kreuzfahrtschiff und abgezahltem Eigenheim verbringen. Darin zeigt sich die Fortsetzung der sozialen Spaltung der Gesellschaft. Ungleiches Lohnniveau, Vermögensakkumulation durch Erbe und private Altersvorsorge machen sich deutlich bemerkbar.

Der Gesamtwohlstand einer Gesellschaft beruht auf der aktuellen und vergangenen Leistung ALLER, ein Bedingungsloses Grundeinkommen würde dem Rechnung tragen.

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