Häufige Irrtümer und Missverständnisse – Lohn fürs Nichtstun

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“Das Grundeinkommen ist Lohn fürs Nichtstun”

Das Grundeinkommen ist für alle. Es bekommt jeder! Auch diejenigen, die erwerbstätig sind. Wer für Geld arbeitet, hat mehr als nur das Grundeinkommen. Der Leistungsaspekt bleibt erhalten.

Das Grundeinkommen entkoppelt die Existenzsicherung von der Arbeit, nicht mehr aber auch nicht weniger. Anders als bei Hartz IV heute lohnt sich Arbeit dann immer und wird nicht mit dem Grundeinkommen verrechnet.

Ein Grundeinkommen ist nicht an die Bedürftigkeit gekoppelt, egal ob jemand tätig ist oder nicht, jeder bekommt es.

Ausnahme: Substitutive Grundeinkommen, wie es zum Beispiel in der Schweiz diskutiert wird. Dort werden Einkommen bis zur Höhe des Grundeinkommens verrechnet. Daraus ergibt sich dann eine Lücke, bei der sich Erwerbsarbeit finanziell nicht lohnt. Die Gefahr ist eine Spaltung zwischen denen, die nur vom Grundeinkommen leben, und denen mit Jobs, bei denen sie ein Einkommen deutlich über der Höhe des Grundeinkommens erzielen. Dazwischen gibt´s es keinen finanzielle Leistungsanreiz.

Ein solches Grundeinkommen wäre nicht mit dem Lohnabstandsgebot vereinbar. Nur leider wurde dieses Gebot im Zuge der Einführung der Hartz-Gesetzgebung abgeschafft. Nach heutigen Regeln kann es durchaus sein, dass jemand, der arbeitet, sogar weniger hat, als jemand, der keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.

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