gebraucht werden

Es geht um das “gebraucht werden”. Das ist eines der Themen, die bei der Diskussion um das Bedingungslose Grundeinkommen mitschwingen. Wenn es um Digitalisierung und damit verbundene Veränderungen in der Arbeitswelt geht, reicht es nicht darauf zu verweisen, dass jede industrielle Revolution nicht nur Arbeitsplätze verloren, sondern immer auch neue geschaffen hat. Industrie 4.0 ist eine andere Qualität, auch wenn viele vor allem ältere Politiker das noch nicht wahr haben wollen. Unternehmer und jüngere Mitarbeiter wissen sehr genau, worum es dabei geht. Und nicht ohne Grund setzen sich beide Gruppen zunehmend für ein Grundeinkommen ein, wenngleich auch nicht alle für ein bedingungsloses, so wie Joe Kaeser von Siemens.

„gebraucht werden“ weiterlesen

Wer will, findet Wege, wer nicht will, sucht Gründe

Es gibt Menschen, die wollen ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Nicht nur für sich selbst, sondern für alle in der Gesellschaft. Diese Leute suchen und finden Wege. Der eine schließt sich einer Bürgerinitiative an, der nächste startet eine Petition im Bundestag, wieder andere schreiben Bücher, Blogs oder Zeitungsartikel zu dem Thema. Es gibt ein Startup, welches Grundeinkommen verlost und das Geld dafür per Crowdfunding sammelt. Es gibt Feldversuche der Politik. Volksabstimmungen (leider nicht in Deutschland). Radiobeiträge, Filme, Vorträge, Demos. Immer wieder Parteien, die sich dafür einsetzen wollen oder sogar eigens dafür gegründet werden, so wie das Bündnis Grundeinkommen. Und noch vieles mehr.  

„Wer will, findet Wege, wer nicht will, sucht Gründe“ weiterlesen

Angst

Zu viel Angst macht krank. Seelisch und körperlich. Von den Rückenschmerzen bis zur Depression, Herzinfarkt oder Magengeschwür, Übergewicht oder Substanzmissbrauch. Nicht immer direkt, aber sehr oft indirekt. Denn sehr viele Krankheiten werden durch mangelnde Selbstfürsorge (mit) verursacht, manche auch durch selbstschädigendes Verhalten. Und dabei spielt die Angst oft eine wichtige Rolle. Warum? Ich suche nicht nach Schuld. Weder im Einzelnen noch im Gesamten. Doch ich suche nach Ursachen. Und wenn ich die Menschen frage, warum sie nicht liebevoller mit sich selbst (Körper, Seele und Geist) umgehen, dann finde ich als Ursache sehr oft Angst. Angst davor nicht zu genügen, nicht geliebt zu werden. Angst vor Ausgrenzung, Einsamkeit, Armut, auch Angst vor dem Tod.
„Angst“ weiterlesen

Emanzipation für Alle

Am Dienstagabend wurde in der Phoenix-Runde über das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) debattiert. Dabei wurde das Argument genannt, dass BGE sei ungerecht für Singles. Denn wenn die dann alleine von beispielsweise 1000 Euro zu leben hätten, stände eine 5-köpfige Familie mit 5x BGE deutlich besser da. Das ist nicht ganz falsch, selbst wenn die meisten Modelle nur mit einem halben BGE für Kindern rechnen. Dann hätte diese Familie schon 3500 Euro nur durch das Grundeinkommen, Zuverdienst frei möglich.

„Emanzipation für Alle“ weiterlesen

Das Bedingungslose Grundeinkommen als Gesundheitsprogramm

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen, die Versorgung mit spezialisierten und technischen Leistungen ist im Vergleich mit anderen Ländern sogar sehr gut, und trotzdem sind viele nicht zufrieden und vor allem nicht gesund. Es fehlt an Menschlichkeit. Es fehlt an Vorsorge im Sinne eines gesunden Lebenswandels. Die hausärztliche Versorgung leidet unter der zunehmenden Ökonomisierung, die Folgen sind wenig Zeit für die Patienten, schlechte Medizin und Ärztemangel. Auf dem Lande wird zunehmend nur noch Notstand verwaltet, fernab von Menschenwürde auf beiden Seiten, bei Patienten und Mitarbeitern des Gesundheitssystems.

„Das Bedingungslose Grundeinkommen als Gesundheitsprogramm“ weiterlesen

Bedingungsloses Grundeinkommen als Antwort auf die Altersarmut

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist keine Sozialleistung, sondern ein Menschenrecht nach dem Grundgesetz. Manchmal werde ich gefragt, wie das Grundeinkommen finanziert werden soll. Dafür gibt es verschiedene Modelle, die das volkswirtschaftlich betrachten. Eigentlich also kein Problem.

„Bedingungsloses Grundeinkommen als Antwort auf die Altersarmut“ weiterlesen

Das Bedingungslose Grundeinkommen stellt die Machtfrage

Beim bedingungslosen Grundeinkommen geht es viel weniger um Geld als eigentlich um Macht. Und um Freiheit. Und Freiheit entsteht durch Vertrauen. Durch gegenseitiges Zutrauen. Eine gewaltsame Revolution entsteht aus Wut und aus dem Wunsch, vieles zu ändern. Ein bedingungsloses Grundeinkommen entsteht auch aus dem Wunsch, etwas Grundlegendes zu ändern, aber statt Wut ist die Grundlage Vertrauen. Im Moment basiert unsere Gesellschaft auf Misstrauen. Und im Sinne einer selbst-erfüllenden Prophezeiung verhalten sich die Leute dann eigennützig und missgünstig.

„Das Bedingungslose Grundeinkommen stellt die Machtfrage“ weiterlesen

Urban Gardening

Ich ziehe eine unglaubliche Kraft aus meinem Garten. Der Kontakt zur Erde, die Pflege von Pflanzen, die Produktion zur Nahrung.

“Der Kontakt zur Erde hilft mir mich zu regulieren”

Ich bin mal gefragt worden, was ich ganz konkret tue um mich zu regulieren. Neben dem Blick nach innen, z.B. durch Tagebuch schreiben, ist mir die Erdung sehr wichtig. Manchmal wird mir die Welt um mich herum zu wirr, zu schnell, zu kompliziert und ich brauche mehr Resonanz. Dann ist ein Weg von mir, mich auf den Boden zu legen. Auf die Erde, oder die Wiese. Und zu spüren, wie ich im Kontakt bin, getragen werde. Dafür braucht man natürlich keinen ganzen Garten, das geht in jedem Park.
„Urban Gardening“ weiterlesen

…zur Senkung der Arbeitsmoral

Bestimmt habt ihr alle schon mal die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral von Heinrich Böll gehört, zur Erinnerung möchte ich es hier kurz umreißen. Ein Fischer liegt nach getaner Arbeit am Strand in der Sonne und genießt sein Leben. Dann kommt ein Geschäftsmann im eleganten Anzug vorbei und spricht ihn an. Was er dort tue und warum er nicht weiter arbeite. Der Fischer sagt unbekümmert: er habe sein Tagwerk vollbracht, die Fische sind eingebracht, das Netz geflickt, nun könne er sich entspannen. Der Geschäftsmann ist erstaunt über so eine Haltung und möchte ihn animieren, stattdessen mehr zu arbeiten, aber der Fischer versteht ihn nicht. „Wenn du in der Zeit jetzt Fische fangen würdest, statt in der Sonne zu liegen, dann könntest du mehr Geld verdienen, dir irgendwann ein größeres Boot kaufen, eine ganze Fischereifirma aufmachen und viele Angestellte haben.“ Aber der Fischer möchte gar nicht mehr Geld, kein größeres Boot oder eine ganze Firma und er fragt: „Warum sollte ich das alles wollen?“ „Damit die anderen für dich arbeiten und du in der Sonne liegen kannst!“ ist die Antwort des Geschäftsmannes. Der Fischer lacht, „aber das kann ich doch auch schon jetzt.“

„…zur Senkung der Arbeitsmoral“ weiterlesen

Im Überlebensmodus leidet die Empathie

Ein Ertrinkender schlägt um sich. Manchmal würgt jemand, der dabei ist zu ertrinken, in seiner Panik sogar den Retter. Als Rettungsschwimmer lernt man sich aus dem Griff zu befreien, um Leben zu retten. Erst an Land, nach etwas Erholung, schaltet sich das Großhirn  wieder ein. Erst dann kommt der Ertrinkende aus dem Überlebensmodus, dem blanken Selbsterhaltungstrieb, wieder ins Leben zurück.  „Im Überlebensmodus leidet die Empathie“ weiterlesen

Ist teilen wirtschaftlicher als sparen, Herr Mekiffer?

Was ist 1 geteilt durch 10? Selbst wenn Sie ab der zweiten Klasse geschwänzt haben, werden Sie wissen: Das Ergebnis ist zumindest weniger als 1. Teilen verringert das Geteilte. Den Keks, den ich abgebe, kann ich nicht selber essen, und wenn ich mein Vermögen verteile, ist es vergeben. Wenn ich es hingegen auf die Bank bringe, habe ich irgendwann mehr davon. Teilen macht also ärmer; und überhaupt, volkswirtschaftlich gesehen haben wir doch ein Problem mit mangelnder Spardisziplin: Überschuldete Haushalte, entstanden durch Steuergeschenke. Teilen ist also netter als sparen, aber uneigennützig und unwirtschaftlich. „Ist teilen wirtschaftlicher als sparen, Herr Mekiffer?“ weiterlesen

Wege in eine nachhaltige Gesellschaft

Wenn Wachstum nicht die Lösung ist, sondern das Problem. Wie können wir uns von einer Bedarfsweckungsgesellschaft (zurück) zur Bedarfsgesellschaft entwickeln?

Natürlich gibt es noch Mangel, das möchte ich gar nicht bestreiten. Aber es gibt unverkennbar auch eine Menge Überfluss. Vielen Waren werden angepriesen durch massive Marketingstrategien, obwohl sie eigentlich keiner wirklich braucht. Die Werbung bringt uns alle mehr oder weniger dazu es haben zu wollen, aber Brauchen, im Sinne von einer Steigerung der Lebensqualität, echtem Benötigen, tun wir davon eigentlich nur das Wenigste.

„Wege in eine nachhaltige Gesellschaft“ weiterlesen

Gönnen können

“Man muss auch mal nen Job annehmen den man nicht mag, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.” Ein Satz den ich in der Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen immer wieder höre.

Dazu fällt mir zweierlei ein. Zum einen geht es um den Kompromiss, ob man für eine bestimmte Summe Geld bereit ist einer vielleicht ungeliebten Tätigkeit nachzugehen, um sich dann etwas leisten zu können, was man sich sonst nicht kaufen könnte. Diesen Kompromiss wird man auch mit Grundeinkommen noch machen. Nur das man eben nicht mehr unter Androhung von Verlust der Würde und Existenz dazu gezwungen werden kann, einer solchen Arbeit/Aufgabe nachzugehen.

„Gönnen können“ weiterlesen

Obwohl man Geld nicht essen kann

Wir alle brauchen Essen. Gutes Essen. Ich wünsche mir eine Welt in der alle Menschen echten Zugang zu gutem Essen haben.

“Die Zukunft der Ernährung liegt bei den ökologischen Kleinbauern”

„Obwohl man Geld nicht essen kann“ weiterlesen

Meine Perspektive auf das Grundeinkommen

Ich möchte Euch an dieser Stelle einen kleinen Einblick geben, was mich zum Grundeinkommen führt. Dafür möchte ich mit ein paar Beispielen aus meiner täglichen Praxis anfangen:

Ein 35-jähriger Mann, Waschmaschinenmonteur, hat kaputte Knie, eigentlich müsste er eine Umschulung machen und den Beruf wechseln. Aber er hat eine Familie und die könnte er dann nicht mehr ernähren. Also macht er weiter, bis die Knie ganz kaputt sind, landet früher oder später im Krankengeld, nimmt Schmerzmittel und kann seinen Freizeitbeschäftigungen nicht mehr nachgehen. Mit Grundeinkommen wäre das nicht passiert.  „Meine Perspektive auf das Grundeinkommen“ weiterlesen

Selbstbestimmt arbeiten

Arbeit ist ein Menschenrecht. Wir alle wollen arbeiten. Wer nicht arbeiten will, ist krank. Wer nicht arbeitet, wird krank.

Arbeit bestimmt unser Leben. Arbeit ist ein Teil unserer Identität. 

Klingt provokativ? Vielleicht, ist es aber eigentlich nicht, bei genauerer Betrachtung. Als ersten wichtigen Punkt möchte ich klarstellen, dass ich allgemein von Arbeit spreche, nicht (nur) von Erwerbsarbeit. „Selbstbestimmt arbeiten“ weiterlesen

Antwort auf “süßes Gift”

Meine Antwort auf http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-suesses-gift-1.3367355

Sehr geehrte Frau Hassel,

Sie beschreiben in Ihrem Artikel sehr schön anschaulich die Vorteile des Bedingungslosen Grundeinkommens. Doch leider argumentieren Sie damit, es sei trotz allem eine Sackgasse. Deswegen möchte ich kurz auf Ihre Kritikpunkte eingehen:

  1. Sie beschreiben, dass es gut sei, für die sogenannte Mittelschicht, sich frei entfalten zu können. Dem stimme ich zu. Warum das allerdings nur für die Mittelschicht gelten solle, erschließt sich mir nicht. Der Punkt, dass junge Menschen „aus der benachteiligten Hälfte der Gesellschaft“, wie Sie sie nennen, weniger motiviert seien, etwas Sinnvolles aus ihrem Leben zu machen, zeugt von elitärer Überheblichkeit sondergleichen. Intrinsische Motivation ist psychologisch gut belegt, und zwar für ALLE Menschen. Die Effekte, die Sie vielleicht meinen und heutzutage leider zu beobachten sind, beruhen wohl eher darauf, dass viele aktiv davon abgehalten werden, sich selbst zu verwirklichen. Durch Drangsalierungen des Jobcenters, durch ungerechte Behandlung in den Schulen und auf dem Arbeitsmarkt und, ja auch das, auch durch schlechte Vorbilder. Ein Grundeinkommen hingegen würde Kinderarmut reduzieren, die Bildungschancen damit für alle verbessern und auch eine längere Ausbildung/Studium für die ermöglichen die keinen finanziellen Background vom Elternhaus haben.
  1. Sie sprechen dem Bedingungslosen Grundeinkommen die Gesellschaftliche Legitimation ab. Das würde ich die Bevölkerung lieber selbst entscheiden lassen. Ihrer Meinung nach ließe es sich mit dem Gerechtigkeitssinn der Mitte nicht vereinbaren, obwohl das ja genau die sind, die Ihrer Meinung nach davon am meisten profitieren (s. Argument 1). Widersprechen Sie sich da nicht vor allem selbst? Wie viel Umverteilung wir wollen und wie ein Grundeinkommen finanziert würde, sind wichtige Fragen, die gestellt werden müssen. Klar sollte sein, dass es prinzipiell ginge und eben eine Frage der politischen Willensbildung ist. Das vorab über die Köpfe hinweg schon sagen zu wollen, empfinde ich ebenfalls als sehr von oben herab. Aus meiner Sicht profitieren alle von einer gesünderen und gerechten Gesellschaft, allein schon, weil es schöner ist darin zu leben. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Gründe und auch dafür sind viele der Menschen, mit denen ich gesprochen habe aufgeschlossen. Das Ideal eines frei denkenden Bürgers, dessen Existenz in Zeiten des Überflusses nicht wirklich bedroht sein müsste, ist trotz vielen Jahren Neoliberaler Wirtschaftspolitik noch nicht ganz abhandengekommen.
  1. Eine Zuwandungsgesellschaft von der ich mir wünschen würde, dass wir es immer mehr werden, braucht Integration. Auch darin stimme ich Ihnen zu. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass das Gegenteil von Erwerbsarbeit nicht zwingend zuhause bleiben ist. Die meisten Geflüchteten hingegen suchen händeringend nach sinnvollen Aufgaben und Kontakt, obwohl sie (erstmal) nicht Erwerbsarbeiten dürfen, nach heutigem Stand des Gesetzes. Mit einem Grundeinkommen gäbe es viel mehr Möglichkeiten und Freiräume, sich außerhalb des klassischen Erwerbslebens zusammen zu tun, zu engagieren und auch zu integrieren. Die sozialen Beziehungen zwischen den Menschen profitieren eigentlich immer davon, wenn sie von gegenseitigem Konkurrenzdruck um einen Arbeitsplatz befreit werden.
  1. Auch Sie wünschen sich eine Debatte um eine gute Gesellschaft und darum, wie Arbeit in der Zukunft bewertet werden kann, abseits der Einteilung in Erwerbs- und notwendiger nicht honorierter Arbeit. Die Fragen, wie mit zunehmender Automatisierung und Digitalisierung umgegangen werden soll bei gleichzeitigem Anstieg des Bedarfs in der un- oder unter-bezahlten Care-Arbeit bleiben von Ihnen an dieser Stelle leider unbeantwortet. Meine Antwort drauf ist das Bedingungslose Grundeinkommen. Was damit wirklich alles passiert, kann keiner Vorhersagen. Aber wir sollten es wenigstens probieren.

Aller Anfang ist schwer – es sei denn, man fängt einfach an.

Ich möchte etwas sagen. Manchmal wünschte ich, die ganze Welt zu verändern. Zu einem besseren Ort zu machen. Nur durch die Magie meiner Worte. Ich möchte etwas bewegen. In den Herzen der Menschen. Denen, die mir begegnen. Und denen, die meine Worte lesen.
Ich möchte wirksam sein. Im Einzelnen. Im großen Ganzen. Ich mache mir viele Gedanken. Über die Menschen. Über ihre Seele, über unsere Welt und was mit uns passiert. Ich glaube, dass das was ich denke und schreibe, jeder denken und schreiben könnte. Jeder der denken möchte und das Leben kennt, der Erfahrungen gemacht hat, und reflektiert. Jeder, der Bücher liest. Jeder könnte all die Bücher gelesen haben, die ich gelesen habe. Ich bin kein Geheimnis. Ich bin ein Mensch. Ich habe ein Leben. Ich habe eine Biographie.

Ich habe Gutes und Schlechtes erlebt. Interessante Menschen kennen gelernt und langweilige. Menschen die mich bereichert haben und Menschen die mir Lebensenergie entzogen haben. Menschen die witzig sind, die den gleichen Humor haben wie ich. Solche die ganz anders denken und mit denen ich nichts anfangen konnte. Und solche, vor denen ich mich schützen musste. Und doch weiß ich, dass im Schmelztiegel meines Gehirns, dort wo alles zusammenfließt sich etwas Neues bildet. Etwas das meins ist. Und auf meine Art einzigartig. Ich bin kein Fan des Urheberrechts. Aber ich bin der Urheber meiner Gedanken.

Natürlich könnte jemand anderes das Gleiche denken. Und schreiben. Ich schreibe ab. Nicht direkt. Nicht aus einem Buch, Blog, oder Artikel. Ich schreibe ab, von dem Text in meinem Kopf. Und wie er dort hineingekommen ist? Durch das Leben, durch Menschen, durch Bücher oder sonstige Texte, Filme, Serien, Kunst, Begegnungen… Ich habe keine Quellenangaben. 

Für meine Doktorarbeit hatte ich ein Literaturverzeichnis erstellt. Alles was ich zu dem Thema gelesen habe, mit Quellen festgehalten. Und trotzdem, ich würde nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass ich nichts übersehen habe. Und wenn mich ein Plagiatsjäger überführen möchte, bitteschön. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Und genau das tue ich auch als Ärztin. Meinen Doktortitel benutze ich nur als Ärztin. In meinem sonstigen Leben spielt er keine Rolle. Hier und jetzt, schreibe ich anders. Ich schreibe nicht nach wissenschaftlichem Standart. Ich schreibe nicht objektiv. Ich habe nicht Recht. Ich öffne lediglich meinen Kopf. Lasse an meinen Gedanken teilhaben, wer auch immer es lesen möchte. Ganz persönlich.

Der Titel ist ein Zitat aus dem Buch von Philip Kovce: Der freie Fall des Menschen ist der Einzelfall

Dieser Artikel war der Erste in meinem Blog, der zwischenzeitlich durch einen Hacker zerstört wurde. Er ist hier nur nur zu Archiv-Zwecken noch mal veröffentlicht worden.