Obwohl man Geld nicht essen kann

Wir alle brauchen Essen. Gutes Essen. Ich wünsche mir eine Welt in der alle Menschen echten Zugang zu gutem Essen haben.

“Die Zukunft der Ernährung liegt bei den ökologischen Kleinbauern”

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Meine Perspektive auf das Grundeinkommen

Ich möchte Euch an dieser Stelle einen kleinen Einblick geben, was mich zum Grundeinkommen führt. Dafür möchte ich mit ein paar Beispielen aus meiner täglichen Praxis anfangen:

Ein 35-jähriger Mann, Waschmaschinenmonteur, hat kaputte Knie, eigentlich müsste er eine Umschulung machen und den Beruf wechseln. Aber er hat eine Familie und die könnte er dann nicht mehr ernähren. Also macht er weiter, bis die Knie ganz kaputt sind, landet früher oder später im Krankengeld, nimmt Schmerzmittel und kann seinen Freizeitbeschäftigungen nicht mehr nachgehen. Mit Grundeinkommen wäre das nicht passiert.  „Meine Perspektive auf das Grundeinkommen“ weiterlesen

Selbstbestimmt arbeiten

Arbeit ist ein Menschenrecht. Wir alle wollen arbeiten. Wer nicht arbeiten will, ist krank. Wer nicht arbeitet, wird krank.

Arbeit bestimmt unser Leben. Arbeit ist ein Teil unserer Identität. 

Klingt provokativ? Vielleicht, ist es aber eigentlich nicht, bei genauerer Betrachtung. Als ersten wichtigen Punkt möchte ich klarstellen, dass ich allgemein von Arbeit spreche, nicht (nur) von Erwerbsarbeit. „Selbstbestimmt arbeiten“ weiterlesen

Antwort auf “süßes Gift”

Meine Antwort auf http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-suesses-gift-1.3367355

Sehr geehrte Frau Hassel,

Sie beschreiben in Ihrem Artikel sehr schön anschaulich die Vorteile des Bedingungslosen Grundeinkommens. Doch leider argumentieren Sie damit, es sei trotz allem eine Sackgasse. Deswegen möchte ich kurz auf Ihre Kritikpunkte eingehen:

  1. Sie beschreiben, dass es gut sei, für die sogenannte Mittelschicht, sich frei entfalten zu können. Dem stimme ich zu. Warum das allerdings nur für die Mittelschicht gelten solle, erschließt sich mir nicht. Der Punkt, dass junge Menschen „aus der benachteiligten Hälfte der Gesellschaft“, wie Sie sie nennen, weniger motiviert seien, etwas Sinnvolles aus ihrem Leben zu machen, zeugt von elitärer Überheblichkeit sondergleichen. Intrinsische Motivation ist psychologisch gut belegt, und zwar für ALLE Menschen. Die Effekte, die Sie vielleicht meinen und heutzutage leider zu beobachten sind, beruhen wohl eher darauf, dass viele aktiv davon abgehalten werden, sich selbst zu verwirklichen. Durch Drangsalierungen des Jobcenters, durch ungerechte Behandlung in den Schulen und auf dem Arbeitsmarkt und, ja auch das, auch durch schlechte Vorbilder. Ein Grundeinkommen hingegen würde Kinderarmut reduzieren, die Bildungschancen damit für alle verbessern und auch eine längere Ausbildung/Studium für die ermöglichen die keinen finanziellen Background vom Elternhaus haben.
  1. Sie sprechen dem Bedingungslosen Grundeinkommen die Gesellschaftliche Legitimation ab. Das würde ich die Bevölkerung lieber selbst entscheiden lassen. Ihrer Meinung nach ließe es sich mit dem Gerechtigkeitssinn der Mitte nicht vereinbaren, obwohl das ja genau die sind, die Ihrer Meinung nach davon am meisten profitieren (s. Argument 1). Widersprechen Sie sich da nicht vor allem selbst? Wie viel Umverteilung wir wollen und wie ein Grundeinkommen finanziert würde, sind wichtige Fragen, die gestellt werden müssen. Klar sollte sein, dass es prinzipiell ginge und eben eine Frage der politischen Willensbildung ist. Das vorab über die Köpfe hinweg schon sagen zu wollen, empfinde ich ebenfalls als sehr von oben herab. Aus meiner Sicht profitieren alle von einer gesünderen und gerechten Gesellschaft, allein schon, weil es schöner ist darin zu leben. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Gründe und auch dafür sind viele der Menschen, mit denen ich gesprochen habe aufgeschlossen. Das Ideal eines frei denkenden Bürgers, dessen Existenz in Zeiten des Überflusses nicht wirklich bedroht sein müsste, ist trotz vielen Jahren Neoliberaler Wirtschaftspolitik noch nicht ganz abhandengekommen.
  1. Eine Zuwandungsgesellschaft von der ich mir wünschen würde, dass wir es immer mehr werden, braucht Integration. Auch darin stimme ich Ihnen zu. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass das Gegenteil von Erwerbsarbeit nicht zwingend zuhause bleiben ist. Die meisten Geflüchteten hingegen suchen händeringend nach sinnvollen Aufgaben und Kontakt, obwohl sie (erstmal) nicht Erwerbsarbeiten dürfen, nach heutigem Stand des Gesetzes. Mit einem Grundeinkommen gäbe es viel mehr Möglichkeiten und Freiräume, sich außerhalb des klassischen Erwerbslebens zusammen zu tun, zu engagieren und auch zu integrieren. Die sozialen Beziehungen zwischen den Menschen profitieren eigentlich immer davon, wenn sie von gegenseitigem Konkurrenzdruck um einen Arbeitsplatz befreit werden.
  1. Auch Sie wünschen sich eine Debatte um eine gute Gesellschaft und darum, wie Arbeit in der Zukunft bewertet werden kann, abseits der Einteilung in Erwerbs- und notwendiger nicht honorierter Arbeit. Die Fragen, wie mit zunehmender Automatisierung und Digitalisierung umgegangen werden soll bei gleichzeitigem Anstieg des Bedarfs in der un- oder unter-bezahlten Care-Arbeit bleiben von Ihnen an dieser Stelle leider unbeantwortet. Meine Antwort drauf ist das Bedingungslose Grundeinkommen. Was damit wirklich alles passiert, kann keiner Vorhersagen. Aber wir sollten es wenigstens probieren.

Aller Anfang ist schwer – es sei denn, man fängt einfach an.

Ich möchte etwas sagen. Manchmal wünschte ich, die ganze Welt zu verändern. Zu einem besseren Ort zu machen. Nur durch die Magie meiner Worte. Ich möchte etwas bewegen. In den Herzen der Menschen. Denen, die mir begegnen. Und denen, die meine Worte lesen.
Ich möchte wirksam sein. Im Einzelnen. Im großen Ganzen. Ich mache mir viele Gedanken. Über die Menschen. Über ihre Seele, über unsere Welt und was mit uns passiert. Ich glaube, dass das was ich denke und schreibe, jeder denken und schreiben könnte. Jeder der denken möchte und das Leben kennt, der Erfahrungen gemacht hat, und reflektiert. Jeder, der Bücher liest. Jeder könnte all die Bücher gelesen haben, die ich gelesen habe. Ich bin kein Geheimnis. Ich bin ein Mensch. Ich habe ein Leben. Ich habe eine Biographie.

Ich habe Gutes und Schlechtes erlebt. Interessante Menschen kennen gelernt und langweilige. Menschen die mich bereichert haben und Menschen die mir Lebensenergie entzogen haben. Menschen die witzig sind, die den gleichen Humor haben wie ich. Solche die ganz anders denken und mit denen ich nichts anfangen konnte. Und solche, vor denen ich mich schützen musste. Und doch weiß ich, dass im Schmelztiegel meines Gehirns, dort wo alles zusammenfließt sich etwas Neues bildet. Etwas das meins ist. Und auf meine Art einzigartig. Ich bin kein Fan des Urheberrechts. Aber ich bin der Urheber meiner Gedanken.

Natürlich könnte jemand anderes das Gleiche denken. Und schreiben. Ich schreibe ab. Nicht direkt. Nicht aus einem Buch, Blog, oder Artikel. Ich schreibe ab, von dem Text in meinem Kopf. Und wie er dort hineingekommen ist? Durch das Leben, durch Menschen, durch Bücher oder sonstige Texte, Filme, Serien, Kunst, Begegnungen… Ich habe keine Quellenangaben. 

Für meine Doktorarbeit hatte ich ein Literaturverzeichnis erstellt. Alles was ich zu dem Thema gelesen habe, mit Quellen festgehalten. Und trotzdem, ich würde nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass ich nichts übersehen habe. Und wenn mich ein Plagiatsjäger überführen möchte, bitteschön. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Und genau das tue ich auch als Ärztin. Meinen Doktortitel benutze ich nur als Ärztin. In meinem sonstigen Leben spielt er keine Rolle. Hier und jetzt, schreibe ich anders. Ich schreibe nicht nach wissenschaftlichem Standart. Ich schreibe nicht objektiv. Ich habe nicht Recht. Ich öffne lediglich meinen Kopf. Lasse an meinen Gedanken teilhaben, wer auch immer es lesen möchte. Ganz persönlich.

Der Titel ist ein Zitat aus dem Buch von Philip Kovce: Der freie Fall des Menschen ist der Einzelfall

Dieser Artikel war der Erste in meinem Blog, der zwischenzeitlich durch einen Hacker zerstört wurde. Er ist hier nur nur zu Archiv-Zwecken noch mal veröffentlicht worden.