Bedingungsloses Grundeinkommen als Demokratie-Pauschale

Die politische Entwicklung erfasst mich mit Sorge. Kann es wirklich passieren, dass aus Protest erneut nationalistische Kräfte an die Macht kommen? Den Protest selbst kann ich verstehen. Viel zu vielen Menschen geht es schlecht. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt steigt, das Geld reicht nicht, Armut und die Angst davor ziehen immer weitere Kreise. Die großen im Bundestag vertretenen Partei stehen alle mehr oder weniger für ein „weiter so“. Für Menschen, denen es nicht gut geht, die unter Armut, Existenzsorgen und Zukunftsängsten leiden, ist das wie ein Schlag ins Gesicht, wenn die Kanzlerin sagt: „Deutschland geht es gut.“ Im Subtext steht dann, „ihr merkt es nur nicht, wie gut es euch geht, und falls es wirklich Probleme gibt, dann seid ihr selbst daran schuld.“

Die Linken wollen daran zwar etwas ändern, bleiben dabei aber so unnahbar bis akademisch überheblich, dass sich viele dort eben nicht aufgehoben fühlen. Und leider ist die Spitzenkandidatin auch immer noch gegen das Bedingungslose Grundeinkommen. 

Laut Umfragen sind 80% der AfD-Wähler keine Nazis und haben eigentlich auch gar kein Problem mit den Geflüchteten. Sie wählen aus lauter Verzweiflung die Partei, die für Veränderung steht. Und sei diese Veränderung auch noch so destruktiv. Mit überhand nehmender Existenzangst ist „weiter so“ einfach keine Option. Dass dieser Protest nicht banal ist und der Unmut auch nicht einfach ignoriert werden kann, zeigen die vergangenen Wählen in Großbritannien, USA und Österreich. 

Jahrelang haben Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit zum Rückgang der Wahlbeteiligung geführt, der stumme Protest blieb ungehört. Jetzt schlägt es um in einen lauten, aktiven Protest. Und wenn dafür nur destruktive Angebote gemacht werden, wie von der AfD, dann werden eben diese gewählt. Deswegen wird es dringend Zeit für einen progressiven Protest. Für eine positive Veränderung. Eine Alternative zum jetzigen, ohne Nationalismus. Denn auch der Pegida-Satz: „ich bin kein Nazi, aber….“ ist nicht banal. Er drückt im Kern aus: „so kann es nicht weiter gehen!“ 

Eine Partei, die DAFÜR-Protest ausdrückt, die eine Lösung anbietet, die Veränderung will, nach der es uns allen wirklich besser geht, hat sich gegründet. Das Bündnis Grundeinkommen fordert die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens. Eine echte Veränderung. Eine Veränderung, bei der die Menschen wieder in die Mitte gestellt werden. Das Grundeinkommen kann nicht alle Probleme der Zukunft lösen, aber es kann weitere soziale Verwerfungen mindestens abmildern und damit Schlimmeres verhindern. 

Dieser Artikel ist aus dem März 2017 und wurde nach Überarbeitung noch mal neu veröffentlicht.

2 Gedanken zu „Bedingungsloses Grundeinkommen als Demokratie-Pauschale“

  1. Großbritannien hat es doch richtig gemacht mit Brexit. Weg von die korrupten EU Länder die zu 80% Bankrott sind und Politiker (wie Schultz) die absahnen wo immer Sie können. In Zukunft kann GB allein entscheiden wer im Lande einreisen darf oder nicht (oder wollen Sie nur Leute wie Angela Merkel das überlassen?). Das Ende der Euro und die EU steht uns auch vor in nicht zu ferne Zukunft. Was kommt dann ist mir eigentlich egal, weil ich zu alt bin um mich mit solche dinge zu ärgern, aber die junge Leute müssen ein Königsweg aus die jetzigen Problemen finden eher es ist zu spät.

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